Ein Intranet zur Mitarbeiterbindung als Hilfe bei hoher Resignation?

April 26th, 2022 by Yvonne Harris

Das Wort “Große Resignation” löst in vielen Unternehmen Angst aus. Doch Unternehmen mit einer guten Strategie zur Mitarbeiterbindung ziehen die besten Talente an und halten sie langfristig. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Ihrem Intranet einen Plan zur Mitarbeiterbindung entwickeln können.

Es kostet das 1,5– bis 2-fache des Jahresgehalts eines Mitarbeitenden, ihn zu ersetzen.

Es ist viel kostengünstiger, Angestellte zu halten.

Aber wenn Sie erst dabei sind, einen Plan zur Mitarbeiterbindung zu erstellen, wo sollten Sie anfangen? Und kann ein Instrument wie Ihr Firmenintranet dabei helfen?

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Mitarbeiterbindungsrate berechnen können, welche Gründe es für die Kündigung von Mitarbeitenden gibt und welche Strategien zur Mitarbeiterbindung mit dem Intranet möglich sind.

 

Was versteht man unter Mitarbeiterbindung?

Mitarbeiterbindung ist die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Angestellten zu halten oder zu binden. Einfacher ausgedrückt: Wie gut gelingt es dem Arbeitgeber, die Zahl der Kündigungen zu begrenzen. Unternehmen sollten eine niedrige Mitarbeiterfluktuation anstreben (d.h. mehr neue Arbeitskräfte einstellen als kündigen). Warum? Eine hohe Personalfluktuation ist kostspielig und kann ein Zeichen für eine schlechte Unternehmenskultur sein.

Wie kann man die Mitarbeiterbindung berechnen?

Möchten Sie wissen, ob Sie eine gute Mitarbeiterbindungsrate haben? Verwenden Sie diese einfache Formel von Upwork, um Ihre jährliche Mitarbeiterbindungsrate zu berechnen:

Was gilt als gute Mitarbeiterbindungsrate? Das hängt von Ihrer Branche und einer Reihe anderer Faktoren ab. Aber im Allgemeinen gilt: Je höher, desto besser!

Warum haben so viele Unternehmen Schwierigkeiten, Spitzenkräfte an sich zu binden?

Wenn Sie mit einer geringen Mitarbeiterbindung und einer hohen Personalfluktuation zu kämpfen haben, sind Sie nicht allein! Nach Angaben des US Bureau of Labor Statistics ist die jährliche Kündigungsrate (die Zahl der Mitarbeitenden, die ihren Arbeitsplatz freiwillig verlassen) von 25,7 im Jahr 2017 auf 32,7 im Jahr 2022 gestiegen.

Es handelt sich um die so genannte “Große Resignation”, die überall auf der Welt zu spüren ist. Es gibt zwar eine Debatte darüber, wann diese “Große Kündigung” begann, ob vor dem Covid oder im Frühjahr 2021, aber sie ist in vollem Gange und zeigt keine Anzeichen, dass sie aufhört. Berichten zufolge planen 23 % bis 44 % der Arbeitnehmer, im nächsten Jahr zu kündigen.

Warum verlassen die Mitarbeitenden ihren Arbeitsplatz?

Wie unser Gast Annabelle Roberts in unserer Podcast-Serie Welcome to the New Normal sagte: “Es ist die große Neubewertung“. Die Menschen bewerten ihre Work-Life-Balance und suchen nach Möglichkeiten, die besser mit ihren Bedürfnissen übereinstimmen.

 

Aus Unzufriedenheit mit ihrem Arbeitsplatz und um nicht wieder wie vor der Pandemie zu werden, kündigen die Arbeitnehmer in Scharen. Dafür gibt es einige offensichtliche und nicht so offensichtliche Gründe:

1. Flexibilität:

Die Pandemie hat die Arbeit von zu Hause aus revolutioniert. Die Arbeitnehmer hatten die Möglichkeit, ihren Arbeitgebern zu beweisen, dass sie bei der Arbeit aus der Ferne genauso produktiv sind wie im Büro. 77 % der Menschen stellten fest, dass sie zu Hause tatsächlich produktiver sind. Und sie sind nicht bereit, dies aufzugeben. Dennoch haben wir in Zusammenarbeit mit unserem Partner StitchDX herausgefunden, dass 13 % der Unternehmen planen, wieder Vollzeit im Büro zu arbeiten, und 39 % wollen, dass ihre Mitarbeitenden mindestens halbtags arbeiten. Unternehmen könnten feststellen, dass mangelnde Flexibilität zu Kündigungen führt.

2. Mangelnde Kommunikation:

Die Mitarbeitenden sind auf die Kommunikation von oben nach unten und von unten nach oben angewiesen, um ihre Arbeit gut zu erledigen. Darüber hinaus wollen die Angestellten aber auch wissen, was vor sich geht – im Guten wie im Schlechten, damit sie Vertrauen aufbauen können. Die Pandemie und die sich ständig ändernden Gesundheitsvorschriften haben deutlich gemacht, dass eine offene und kontinuierliche Kommunikation notwendig ist. Mangelnde Transparenz oder schlechte digitale Kommunikationssysteme werden nicht dazu beitragen, Talente zu halten.

3. Schlechte oder nicht vorhandene Kultur:

Eine toxische Unternehmenskultur wird von den jüngeren Generationen nicht mehr toleriert. Im Jahr 2020 waren 5 % der Kündigungen von Personen zwischen 18 und 34 Jahren auf eine schlechte Unternehmenskultur zurückzuführen. Forscher der MIT Sloan Management Review analysierten 1,4 Millionen Glassdoor-Bewertungen und fanden heraus, dass eine toxische Unternehmenskultur die Personalfluktuation zehnmal stärker vorhersagt als die Vergütung. Eine schlechte Unternehmenskultur kann es unmöglich machen, Angestellte zu halten oder anzuziehen, wenn sie nicht schnell behoben wird.

4. Stress und Burnout:

Eine nicht endende Pandemie und politische Unruhen. Es ist keine Überraschung, dass 79 % der Arbeitnehmer die Auswirkungen von Stress spüren und fast die Hälfte der jungen Generation ihren Arbeitsplatz verlassen hat, nachdem sie das Burnout-Niveau erreicht hatten. Unternehmen, die vergessen, sich um das körperliche, geistige und digitale Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden zu kümmern, riskieren, gute Leute zu verlieren, die an der Belastungsgrenze angelangt sind. Die Beschäftigten suchen nach einer besseren Work-Life-Balance.

Wie können Sie die Mitarbeiterbindung verbessern?

Wenn Sie mit einer hohen Personalfluktuation zu kämpfen haben, ist es an der Zeit, ein effektives Mitarbeiterbindungsprogramm zu entwickeln, das die Gründe für das Ausscheiden guter Arbeitskräfte beseitigt.

Das Intranet ist der ideale Ort, um damit zu beginnen.

Und warum? Es ist ein Instrument, mit dem die Hauptgründe für die Kündigung von Mitarbeitenden angegangen werden können: mangelnde Kommunikation, schlechte Kultur, Burnout und mangelnde Flexibilität.

Als zentrale Informationsquelle für das gesamte Unternehmen erleichtert ein Intranet die interne Kommunikation, bietet den Angestellten Zugang zu den von ihnen benötigten Informationen und ist Teil Ihrer Unternehmenskultur. Das Intranet ist Ihr digitaler Arbeitsplatz, ein virtueller Raum, in dem alle Ihre Beschäftigten miteinander verbunden sind und sich engagieren. Darüber hinaus ist es für Fern- und Hybridarbeit konzipiert. Richtig eingesetzt, kann es das mentale und digitale Wohlbefinden der Mitarbeitenden verbessern.

Wie man mit einem Intranet eine Strategie zur Mitarbeiterbindung entwickelt:

Hier sind 6 Strategien zur Mitarbeiterbindung, die Sie mit Hilfe Ihres Intranets umsetzen können.

 

Offene Kommunikation

Drei Viertel der Arbeitnehmer sind der Meinung, dass ihr Arbeitgeber sie nicht gut informiert oder nicht häufig genug kommuniziert. Dies kann zu Unzufriedenheit und Desinteresse führen und die Personalfluktuation beeinflussen.

Eine einfache Methode, um gute Arbeitskräfte zu halten, besteht darin, mit ihnen zu kommunizieren. Lassen Sie sie wissen, was in der Organisation geschieht. Geben Sie ihnen einen gewissen Einblick, damit sie Vertrauen aufbauen können. Offenheit und Transparenz seitens der Führung und des Managements können dazu beitragen, dass sich die Mitarbeitenden stärker mit dem Unternehmen verbunden fühlen.

Das Intranet ist für die unternehmensweite Kommunikation gedacht. Es ist ein gemeinsamer Raum, auf den die Mitarbeitenden leicht zugreifen können, um die neuesten Informationen zu erhalten. Die Führungskräfte sollten regelmäßig aktuelle Informationen über die Unternehmensleistung veröffentlichen – wöchentlich, monatlich oder vierteljährlich.

Eine Kultur schaffen

Ein Intranet ist der Ort, an dem Sie Ihre Unternehmensvision, Ihre Werte und Ihr Ziel schriftlich festhalten sollten. Aber Unternehmenskultur ist keine Erklärung, sie wird durch jedes Wort und jede Interaktion zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden geschaffen.

In großen Unternehmen, in denen die Mitarbeitenden über verschiedene Büros, Länder und Kontinente verteilt sind, sind digitale Tools für die Schaffung einer Kultur unerlässlich. Die Führungskräfte brauchen einen Ort, an dem sie alle erreichen und sicherstellen können, dass niemand ausgeschlossen wird.

Wie kann ein Intranet helfen? Es kann zur Verbesserung der Unternehmenskultur beitragen, indem es ein interaktiver, integrativer und zugänglicher Raum ist. Es fungiert als zentrale Informationsquelle und kann Angestellte bei gemeinsamen Interessen, Ideen oder Ereignissen zusammenführen.

Wenn es ein positiver, ansprechender gemeinsamer Raum ist, der die Produktivität und die sozialen Bedürfnisse der Beschäftigten erfüllt, ist es ein großartiges Instrument für Ihre Strategie zur Mitarbeiterbindung.

Erleichterte Flexibilität

Arbeitnehmer wünschen sich flexible Arbeitsmöglichkeiten. Einige wollen zu 100 % aus der Ferne arbeiten, andere vom Büro aus, aber ein gemeinsames Thema ist der Wunsch nach Flexibilität.

Die digitale Technologie ist der Schlüssel zum Angebot flexibler Arbeitsmöglichkeiten. Tools wie das Intranet ermöglichen es den Angestellten, aus der Ferne zu arbeiten, da sie einen sicheren Zugang zu allen Unternehmensinformationen haben, auch wenn sie nicht im Büro sind.

Einige Intranets, wie das von Powell Intranet, gehen noch einen Schritt weiter. Unser FlexDesk-Widget ermöglicht es den Angestellten, ihren Schreibtisch, ein Zimmer oder sogar einen Parkplatz direkt über das Intranet zu buchen.

Flexibilität in Verbindung mit den von den Beschäftigten benötigten Instrumenten ist ein weiterer Baustein für Ihre Strategie zur Mitarbeiterbindung.

 

Anerkennungen teilen

Für Mitarbeitende, die sich über Anerkennung freuen, ist regelmäßiges positives Feedback unerlässlich. Ein Mangel an Mitarbeiterwertschätzung führt schnell zu demotivierten Angestellten, die bereit sind, ihre Kündigung einzureichen.

Glücklicherweise ist die neue Generation von Intranets so konzipiert, dass sie Anerkennung leicht macht.

  • Die Führungskräfte können Auszeichnungen für gute Arbeit auf der Homepage des Unternehmens veröffentlichen, so dass alle sie sehen können. Eine solche Anerkennung von oben hilft auch, die Mitarbeitenden zu motivieren, ihre gute Arbeit fortzusetzen.
  • Eine “Kudos”-Funktion (wie im Powell-Intranet) ermöglicht es den Kollegen, sich gegenseitig anzuerkennen und den Tag eines Mitarbeitenden zu verschönern.

Top-Tipp: Anerkennung sollte nicht nur für die großen Momente reserviert sein – wie das Erreichen von Jahreszielen oder den Abschluss großer Geschäfte. Es könnte eine Anerkennung dafür sein, dass jemand für das Team eingesprungen ist, sich bei einem großen Projekt besonders angestrengt hat, ein kreatives Projekt ausgearbeitet hat oder in stressigen Zeiten für gute Laune gesorgt hat. Ein freundliches Wort trägt dazu bei, eine positive Unternehmenskultur aufzubauen und die Personalfluktuation zu verringern.

Stärkung der Mitarbeitenden

Angestellte, die das Gefühl haben, gehört zu werden, fühlen sich mit 4,6-mal höherer Wahrscheinlichkeit befähigt. Befähigte Mitarbeitende erbringen bessere Leistungen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie kündigen, um 27 % geringer.

Erhöhen Sie die Mitarbeiterbindung, indem Sie sicherstellen, dass jeder einzelne Mitarbeitende eine Stimme hat.

Eine Möglichkeit, dies mit einem Intranet zu erreichen, besteht darin, einen speziellen Bereich für den Austausch von Ideen einzurichten. Bitten Sie alle Beschäftigten, Ideen einzubringen, und setzen Sie diese Ideen dann in die Tat um. Mit dem Powell-Intranet-Ideenmanagement-Tool kann jeder Vorschläge machen und die Kollegen können für ihren Favoriten abstimmen.

Brauchen Sie Ideen für den Einsatz dieses Instruments? Sie könnten die Mitarbeitenden nach ihren Ideen für ein großes Firmenereignis, einen neuen Produktnamen oder einen Teambildungstag fragen.

Eine weitere Möglichkeit, die Mitarbeitenden zu befähigen, ist die Mitarbeiterlobby. Programme zur Mitarbeitervertretung sollen die Angestellten zu Botschaftern machen und ihnen eine Stimme außerhalb des Unternehmens geben.  So können die Beschäftigten dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad und die Reichweite der Marke zu steigern und das Wachstum des Unternehmens zu fördern. Employee Advocacy Marketing ist ein kreativer Weg, um die Belegschaft zu engagieren und zu binden.

Richtiges Einbinden

Bis zu 33 % der Beschäftigten verlassen das Unternehmen in den ersten 3 Monaten.

Eine Möglichkeit, die hohe Fluktuation bei neuen Mitarbeitenden zu verringern, besteht darin, den Einstellungsprozess zu verbessern. Zum anderen gilt es sicherzustellen, dass die Einarbeitung der neuen Angestellten optimal gestaltetet ist.

Die ersten Tage im Unternehmen sind entscheidend für die Mitarbeiterbindung. Die richtige Einarbeitung ist also entscheidend für die Bindung der Beschäftigten an das Unternehmen.

Ein Intranet ist eines der nützlichsten Onboarding-Instrumente, vor allem für Außendienstmitarbeitende. Es ist eine zentrale Anlaufstelle mit allen Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen – von internen Regeln und Verfahren bis hin zu Mitarbeiterverzeichnissen und Unternehmensnachrichten. Neu eingestellte Mitarbeitende sollten leicht auf Informationen zugreifen können.

Ihr Intranet sollte das Onboarding erleichtern, z. B. durch einen speziellen Onboarding-Bereich.

Was ist der wichtigste Aspekt der Mitarbeiterbindung?

Die Umsetzung dieser 6 Strategien mit Hilfe Ihres Intranets ist ein hervorragender Ausgangspunkt für die Erstellung Ihres Plans zur Mitarbeiterbindung. Die Mitarbeiterbindung muss jedoch immer ganzheitlich betrachtet werden. Mitarbeitende werden bleiben, wenn alle ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Nutzen Sie also diese Strategien, um ein offenes Gespräch mit Ihren Angestellten zu beginnen und herauszufinden, wonach sie suchen!

 

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