Warum Informationsmanagement heute unverzichtbar ist

Unternehmensinformationen sind heute allgegenwärtig. Richtlinien, dokumentierte Arbeitsabläufe, HR-Inhalte oder interne Ankündigungen entstehen laufend – und über viele Kanäle hinweg.

Tip: Gleichzeitig haben viele Mitarbeitende das Gefühl, wichtige Inhalte nicht rechtzeitig oder gar nicht zu finden.

 

 

Digitale Transformation verändert den Umgang mit Informationen

Digitale Transformation, hybride Arbeitsmodelle und steigende regulatorische Anforderungen haben den Umgang mit Informationen deutlich verändert. Inhalte entstehen schneller, werden häufiger angepasst und müssen für unterschiedliche Zielgruppen verfügbar sein. Gleichzeitig arbeiten Teams standortübergreifend und nutzen verschiedene Tools. Um sicher entscheiden und zuverlässig arbeiten zu können, brauchen sie verlässliche Informationen.

Informationen sind nur dann hilfreich, wenn sie zur richtigen Zeit verfügbar sind. Sie müssen aktuell, verständlich und im passenden Kontext bereitgestellt werden. Ist das nicht der Fall, entsteht Suchaufwand. Entscheidungen verzögern sich, und es kommt zu Doppelarbeit.

Genau hier setzt Informationsmanagement an. Es schafft einen klaren Rahmen für Inhalte und Informationsflüsse. Gleichzeitig definiert es Regeln für Erstellung, Pflege und Nutzung.

Für Unternehmen bedeutet das mehr als Effizienz. Es geht um Orientierung, Entscheidungsfähigkeit und Vertrauen in interne Informationen.

 

 

Gemeinsame Verantwortung von Kommunikation, HR und IT

Eine zentrale Rolle spielen dabei interne Kommunikation, HR und IT. Sie gestalten Informationsstrukturen und beeinflussen direkt, wie Informationen im Arbeitsalltag genutzt werden.

Oft wird Informationsmanagement mit Wissensmanagement gleichgesetzt oder als reines IT-Thema betrachtet. Das greift zu kurz. Ohne klare Abgrenzung bleiben Ziele und Verantwortlichkeiten unklar. Dieser Artikel ordnet die Begriffe ein, zeigt praxisnahe Ansätze und macht deutlich, welchen strategischen Nutzen eine strukturierte Informationsorganisation für Unternehmen hat.

 

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Definition und Bedeutung des Informationsmanagements

Informationsmanagement beschreibt, wie Informationen im Unternehmen gesteuert werden. Es begleitet Inhalte von der Erstellung über die Nutzung bis zur Archivierung. Ziel ist es, Informationen so bereitzustellen, dass Mitarbeitende sie im Alltag zuverlässig nutzen können.

Dabei geht es nicht nur um Dokumente. Auch interne Nachrichten, Richtlinien, Projektinformationen oder HR-Prozesse zählen dazu. Informationen werden dann wertvoll, wenn sie Entscheidungen erleichtern, Abläufe unterstützen und Zusammenarbeit fördern.

In vielen Unternehmen fehlt jedoch ein gemeinsamer Ansatz. Jede Abteilung organisiert ihre Inhalte nach eigenen Regeln. Informationen liegen verteilt in verschiedenen Tools, Laufwerken oder Plattformen. Mitarbeitende müssen selbst herausfinden, wo sie suchen sollen und welcher Quelle sie vertrauen können.

✅ Recommendation: Ein strukturiertes Informationsmanagement schafft hier Klarheit. Es legt fest, welche Informationen relevant sind, wo sie zu finden sind und wer für ihre Aktualität verantwortlich ist.

 

 

Abgrenzung zum Wissensmanagement

Informations- und Wissensmanagement werden häufig vermischt. Dabei verfolgen sie unterschiedliche Ziele.

Informationsmanagement bezieht sich auf:

  • Dokumentierte und strukturierte Inhalte
  • Klare Zuständigkeiten
  • Auffindbarkeit und Aktualität
  • Verbindliche Regeln

Wissensmanagement fokussiert sich auf:

  • Austausch zwischen Mitarbeitenden
  • Erfahrungswissen
  • Lernen im Arbeitsalltag
  • Entwicklung von Kompetenzen

In der Praxis wird oft alles als „Wissen“ bezeichnet. Viele Inhalte müssten jedoch zuerst sauber strukturiert und gepflegt werden. Andernfalls entstehen unübersichtliche Plattformen, in denen weder Informationen noch Wissen gut nutzbar sind.

 

 

Ziele und Aufgaben

Ein strukturierter Umgang mit Informationen verfolgt mehrere Ziele. Mitarbeitende sollen sich orientieren können und Inhalte schnell finden. Suchzeiten sollen sinken. Entscheidungen sollen auf verlässlichen Informationen basieren. Gleichzeitig sollen Risiken durch veraltete Inhalte vermieden werden.

Zentrale Aufgaben des Informationsmanagements

  • Aufbau einer klaren Informationsarchitektur
  • Entwicklung verständlicher Taxonomien
  • Einsatz von Metadaten für bessere Auffindbarkeit
  • Benennung von Content-Verantwortlichen
  • Einführung klarer Governance-Regeln

 

 

Schnittstellen zwischen Informationsmanagement und Wissensmanagement

Synergien und Unterschiede

In der Praxis überschneiden sich beide Bereiche häufig. Dokumentationen, Lerninhalte oder FAQs sind typische Beispiele. Informationsmanagement sorgt dafür, dass diese Inhalte aktuell und strukturiert sind. Wissensmanagement ergänzt sie durch Erfahrung und Austausch.

Praxisbeispiele aus Unternehmen

Beim Onboarding neuer Mitarbeitender zeigt sich diese Verbindung deutlich. Strukturierte Informationen zu Prozessen, Tools und Richtlinien geben Orientierung. Ergänzend helfen Mentoring oder Erfahrungsberichte, Wissen im Alltag zu vermitteln.

 

 

Methoden und Werkzeuge im Informationsmanagement

Technologische Lösungen

Eine nachhaltige Informationsorganisation braucht passende Werkzeuge. Einzelne Dateiablagen oder isolierte Tools stoßen schnell an Grenzen. Sinnvoll sind zentrale Plattformen, die Informationen bündeln und zugänglich machen.

Wichtige Anforderungen sind:

  • Klare Navigation
  • Leistungsfähige Suchfunktionen
  • Personalisierung nach Rolle oder Kontext
  • Anbindung bestehender Systeme

 

Best Practices

Erfolgreiches Informationsmanagement folgt einfachen Prinzipien. Jede Information braucht eine verantwortliche Person. Inhalte müssen regelmäßig geprüft werden. Strukturen sollten nachvollziehbar bleiben. Mitarbeitende müssen wissen, wo sie verlässliche Informationen finden.

 

 

Herausforderungen im Informationsmanagement

Datenschutz und Sicherheit

Der Umgang mit sensiblen Informationen erfordert klare Vorgaben. Zugriffsrechte müssen rollenbasiert vergeben werden. Änderungen sollten nachvollziehbar sein. IT trägt hier eine besondere Verantwortung, muss aber gleichzeitig auf Alltagstauglichkeit achten.

 

Informationsüberflutung

Zu viele Inhalte können überfordern. Ohne Priorisierung verlieren Mitarbeitende den Überblick. Klare Governance, zielgruppenspezifische Inhalte und sinnvolle Filter helfen, Relevanz herzustellen und Informationsflüsse zu steuern.

 

 

Zukunft des Informationsmanagements

Trends und Innovationen

Automatisierte Kategorisierung, semantische Suche und KI-gestützte Empfehlungen gewinnen an Bedeutung. Ziel ist es, Informationen stärker am Kontext auszurichten und Mitarbeitende zu entlasten. Der Digital Workplace entwickelt sich dabei zur zentralen Anlaufstelle.

Strategische Implikationen für Unternehmen

Informationsmanagement ist kein reines IT-Thema. Es ist ein Veränderungsprozess, der Führung, HR und Kommunikation gleichermaßen betrifft. Nur wenn Nutzung, Akzeptanz und Governance gemeinsam gedacht werden, entsteht langfristiger Nutzen.

 

 

Fazit

Informationsmanagement schafft Orientierung und unterstützt effiziente Zusammenarbeit. Unternehmen, die Informationen klar strukturieren und zugänglich machen, stärken ihre Entscheidungsfähigkeit und die Employee Experience.

Denkanstoß: Wie klar sind die Informationsstrukturen im eigenen Unternehmen wirklich? Und wie leicht finden Mitarbeitende die Inhalte, die sie täglich benötigen?

 

 

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