Der Startseiten-Test
Ihre Intranet-Startseite hat eine Aufgabe. Sie klingt einfach. Trotzdem wird sie oft verfehlt.
Mitarbeitenden helfen, das Wichtige einfach und schnell zu finden.
Sie soll begrüßen, orientieren, wichtige Updates zeigen und mit Tools verbinden. Und Arbeit soll sich weniger wie eine digitale Schnitzeljagd anfühlen.
Kein Druck.
Doch Mitarbeitende haben keine unbegrenzte Geduld. Sie überfliegen. Sie urteilen. Und sie entscheiden schnell, ob die Startseite nützlich ist. Oder ob Teams, die Suche oder jener verdächtig alte Lesezeichen-Link schneller zum Ziel führt.
Diese Entscheidung hängt meist an vier Dingen.
Klarheit. Relevanz. Nutzbarkeit. Vertrauen. Diese vier Kriterien entscheiden, ob Mitarbeitende zurückkommen. Oder ob sie still einen Umweg über andere Tools nehmen.
Was entscheidet?
Die vier Grundpfeiler, die Mitarbeitende sofort bemerken.
Nicht im Sinne eines formalen Audits. Sondern im Sinne von: „Finde ich, was ich brauche, bevor mein nächstes Meeting beginnt?”
01 · Klarheit
Sehen Mitarbeitende, was wichtig ist?
Eine gute Startseite macht Prioritäten sichtbar.
Nicht jedes Banner ist dringend. Nicht jedes Abteilungs-Update braucht die Hauptbühne. Und nein: Eine weitere Kachel macht die Seite nicht automatisch klarer.
Konkurriert alles um Aufmerksamkeit, müssen Mitarbeitende selbst herausfinden, was wichtig ist. Die meisten tun das nicht. Sie gehen.
Eine klare Startseite beantwortet:
- Was ist heute wichtig?
- Wohin soll ich?
- Was ist mein nächster Schritt?
02 · Relevanz
Fühlt sie sich persönlich an?
Eine Startseite kann gut aussehen und trotzdem völlig irrelevant wirken.
Das ist das Risiko einer Einheitslösung für alle. Ein neuer Mitarbeiter, eine Führungskraft, jemand ohne Schreibtisch und jemand aus dem Finanzteam suchen nicht dasselbe.
Überraschend, wir wissen es.
Relevanz heißt nicht, für jede Person ein eigenes Intranet zu bauen. Es heißt, Inhalte, Tools und Updates zu zeigen, die zu Rolle, Standort, Bedarf oder Moment passen.
03 · Nutzbarkeit
Kommen Mitarbeitende voran?
Mitarbeitende besuchen das Intranet nicht, um das Layout zu bewundern.
Sie wollen eine Richtlinie finden, einen Antrag stellen, ein Tool öffnen, ein Update lesen, sich für ein Event anmelden oder eine Aufgabe erledigen. Ohne Landkarte und Motivationsrede.
„Mitarbeiter-Services” kann alles bedeuten.
„Spesenantrag einreichen” bedeutet etwas Konkretes.
Die Startseite soll Mitarbeitende voranbringen. Nicht die Organisation entschlüsseln lassen.
04 · Vertrauen
Können sich Mitarbeitende darauf verlassen?
Vertrauen ist der Grund, warum Mitarbeitende zurückkommen.
Finden Mitarbeitende veraltete News, defekte Links, doppelte Dokumente oder überholte Inhalte, lernen sie eine einfache Lektion:
Eine vertrauenswürdige Startseite ist aktuell, gepflegt, konsistent und nützlich. Mitarbeitende sollten sich nie fragen müssen, ob das Gezeigte noch gültig ist.
Was wirklich zählt
Die besten Intranet-Startseiten zeigen nicht alles.
Sie helfen Mitarbeitenden zu verstehen, zu finden, zu handeln und zu vertrauen.
❌ Woran man es nicht erkennt
- Ob die Seite voll ist.
- Ob jede Abteilung eine Kachel bekommen hat.
- Ob das Bilderkarussell möglichst viele Motive zeigt.
✅Woran man es wirklich erkennt
Daran, ob Mitarbeitende auf der Startseite sofort denken: „Ich weiß, wo ich bin, ich weiß, was wichtig ist, und ich weiß, was als Nächstes zu tun ist.“
Kleine Seite, große Wirkung
Die Startseite ist nur eine Seite. Trotzdem prägt sie die gesamte Intranet-Erfahrung.
Sie beeinflusst Akzeptanz, Kommunikation und Vertrauen. Und ob Mitarbeitende morgen wiederkommen.
Vier Kriterien machen den Unterschied: Klarheit, Relevanz, Nutzbarkeit und Vertrauen.
Klarheit
Mitarbeitende sehen auf einen Blick, was heute wichtig ist und was warten kann.
Relevanz
Inhalte passen zur Rolle, zum Standort und zur aktuellen Aufgabe der Mitarbeitenden.
Nutzbarkeit
Ein Klick genügt, um eine Aufgabe zu erledigen oder ein Tool zu öffnen.
Vertrauen
Aktuelle Inhalte statt veralteter News oder toter Links.
Lydia Schierig
Junior Field Marketing Manager
B2B-Marketing trifft auf kulturelle Finesse: Lydia beweist, dass starker Content kein Selbstzweck ist, sondern Vertrauen schafft. Mit Erfahrung in den Bereichen LegalTech, Hospitality und SaaS hat sie Markenpräsenzen dort aufgebaut, wo Glaubwürdigkeit alles ist. Bei Powell vereint sie deutsche Präzision mit Pariser Flair, um Kampagnen zu entwickeln, die echte Menschen erreichen. Ihr Fokus? Die Brücke zwischen Sales und Marketing zu schlagen, weil die besten Ergebnisse durch Teamarbeit entstehen. Wenn sie nicht gerade Strategien entwirft, erkundet sie die Straßen von Paris, immer auf der Mission, den absolut besten Kaffee der Stadt zu finden.

